Auf Kluftflächen eines Sandsteineinschlusses mit dem Aussehen eines grauen Quarzites fanden sich Sonnen radialstrahliger Fasern mit seidigem Glanz und Durchmessern bis zu 7cm. Zwischen den Fasern sitzen klare farblose Schuppen, die bei mechanischer Beanspruchung ebenfalls in feine Fasern aufspleißen. In ihrem Erscheinungsbild ähneln diese Aggregate sehr dem Rhodesit vom Zeilberg bei Maroldsweisach (Jacob 1975, Jacob und matouschek 1979). Durch Pulverdiffraktometrie und Bestimmung der optischen parameter konnte diese Vermutung dann auch bestätigt werden.
Analog zum Rhodesit vom Zeilberg und im Gegensatz zu den Funden von
anderen Orten enthält der Rhodesit des Gaulsberges nur Calcium und
Kalium als Kationen (halbquantitative ED-Analyse). Die feinen Fasern
lassen bei starker Vergrößerung (200x) einen
flachquadratischen Querschnitt erkennen.