Am Gaulsberg ist Dachiardit ähnlich ausgebildet wie am Zeilberg
bei Maroldsweisach, dem einzigen weiteren deutschen Fundort dieses
seltenen
Zeolithes. Winzige linealförmige Kriställchen sind zu
weißen
charakteristisch garbenförmigen Büscheln zusammengesetzt.
Aufgewachsen
sind diese Büschel auf Klinoptilolith kristallen in einem
Sandsteinxenolithen (HENTSCHEL ).
Merlinoit wurde von HENTSCHEL (1989) in einer dunklen, glasreichen
Gesteinsprobe auf Nontronit aufgewachsen nachgewiesen. Das sehr seltene
Zeolithmineral tritt in form farbloser, klarer pseudotetragonaler
Säulen bis 0,5mm Länge
auf. Die Kristalle bilden dem Phillipsit ähnliche
Durchkreuzungszwillinge.
Merlinoit könnte in den Xenolithen häufiger sein, ist aber
leider nur durch Röntgenanalyse von Phillipsit zu unterscheiden.
In einem etwa 2mm großem Hohlraum fanden sich zwei hexagonale
Levyn-Plättchen. Die Kristalle sind von einer charakteristischen
milchigen Schicht aus feinen, senkrecht stehenden Fasern bedeckt und
gleichen den von Oberwiddersheim
bekannten Levyn-Kristallen (Hentschel & Vollrath, 1977). Die
orientierte
Verwachsung von Levyn mit Offretit/Erionit-Nadeln ist so
charakteristisch,
daß auf eine Analyse des Materials verzichtet werden konnte (nur
zwei
Kristalle wurden bislang gefunden). Levyn ist auf Phillipsit
aufgewachsen
und wird von Montmorillonit, Chabasit und Calcit begleitet.